Studiengänge
Das Studium der Kulturwissenschaft zielt auf den Erwerb wissenschaftlicher Kenntnisse im selbstständigen und kompetenten Umgang mit Kulturen, ihrer Geschichte, ihren Strukturen, aber vor allem auch ihren Dingen und Artefakten anhand exemplarischer historischer und aktueller Gegenstände, seien dies Texte (von Annoncen bis zu Theorietraktaten), Bilder (von der Höhlenmalerei bis zum digitalen Image), Klangdokumente, technische Apparate, kultisch-rituelle Praktiken oder normierte Operationen und Handlungen. Die Schwerpunkte in der Lehre sind in der Humboldtschen Tradition eng mit der Forschung verknüpft und haben einen starken Fokus auf Gegenwartsdiagnosen und historische Analysen – die sich wiederum in theoretischen Überlegungen fundieren – sowie die longue durée von Körpertechniken, Kulturtechniken, kulturellen Praktiken und Phänomenen. Auch die Sensibilität und das Wissen über nicht-hegemoniale Kulturen und Erfahrungen (Geschlechter- und Rassismusforschung, jüdische Geschichte, Geschichte der Versklavung und der voices of the voiceless, Global South etc.) spielen eine große Rolle.
Am Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft können Sie das Fach Kulturwissenschaft im Kombinationsbachelor als Kernfach oder als Zweitfach studieren. Aufbauend auf einem kulturwissenschaftlichen Bachelorabschluss bieten wir das Fach Kulturwissenschaft im Master an. Auf das aktuelle Vorlesungsverzeichnis mit allen angebotenen Seminaren, Vorlesungen, Forschungsprojekten und Kolloquien für Bachelor und Master können Sie über Agnes zugreifen.
Bachelorstudiengang Kulturwissenschaft
Das Studium qualifiziert für Berufe mit historisch-systematisch fundierten Reflexionsansprüchen in den Bereichen von Bildung und Wissensvermittlung, Kultur- und Kunstproduktion, Redaktion, Offentlichkeitsarbeit, Beratung und nicht zuletzt von Wissenschaft und Forschung. Zugleich ermöglicht der Studiengang die konsekutive Hinführung auf den am Institut angebotenen Masterstudiengang Kulturwissenschaft.
Der Kombinationsstudiengang Kulturwissenschaft hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern und führt zum Bachelor of Arts (B.A.). Die Immatrikulation erfolgt nur zum Wintersemester und hat einen Numerus clausus. Die aktuelle Studien- und Prüfungsordnung mit den Modulbeschreibungen und dem empfohlenen Studienverlaufsplan wurde 2014 in den Amtlichen Mitteilungsblättern der HU für den Bachelorstudiengang und den Masterstudiengang veröffentlicht. Dort können Sie auch die ältere Fassung des BA von 2006 bzw. des MA von 2008. Kulturwissenschaft wird auch als Zweitfach im Kombinationsstudiengang angeboten. Informationen zur Bewerbung finden sich weiter unten.
Der Studienumfang beträgt 120 LP einschließlich 20 LP überfachlicher Wahlpflichtbereich, dazu ist ein Zweitfach aus dem Studienangebot Kombinationsbachelor ohne Lehramtsoption zu wählen.
Pflichtbereich (80 LP)
Einführungsstudium
Einführungsmodul: Theorien – Methoden – Kanon (10 LP)
Modul 1: Texte – Bilder – Dinge (10 LP)
Fachstudium
Modul 2: Wahrnehmung – Imagination – Körper (10 LP)
Modul 3: Techniken – Praktiken – Materialisierungen (10 LP)
Modul 4: Wissen – Strukturen – Medien (10 LP)
Studienabschluss
Modul 8: Exemplarische Studien (15 LP)
Modul 9: Abschlussmodul (einschließlich Bachelorarbeit) (15 LP)
Fachlicher Wahlpflichtbereich (20 LP)
Zwei der folgenden drei Module müssen absolviert werden:
Modul 5: Vertiefung Wahrnehmung – Imagination – Körper (10 LP)
Modul 6: Vertiefung Techniken – Praktiken – Materialisierungen (10 LP)
Modul 7: Vertiefung Wissen – Strukturen – Medien (10 LP)
Überfachlicher Wahlpflichtbereich (20 LP)
Nach freier Wahl sind von anderen Fächern oder zentralen Einrichtungen (z.B. Career Center, Sprachenzentrum) angebotene Module des überfachlichen Wahlpflichtbereiches im Umfang von insgesamt 20 LP zu absolvieren. Alternativ kann ein Praktikum oder eine qualifizierte berufliche Tätigkeit im Umfang von 10 LP (6–8 Wochen) angerechnet werden.
Der Studienumfang beträgt 60 SP in Kombination mit einem Kernfach aus dem Studienangebot Kombinationsbachelor ohne Lehramtsoption (nicht kombinierbar mit den Kernfächern Biologie, Chemie und Deaf Studies).
Pflichtbereich (50 LP)
Einführungsstudium
Einführungsmodul: Theorien – Methoden – Kanon (10 LP)
Modul 1: Texte – Bilder – Dinge (10 LP)
Fachstudium
Modul 2: Wahrnehmung – Imagination – Körper (10 LP)
Modul 3: Techniken – Praktiken – Materialisierungen (10 LP)
Modul 4: Wissen – Strukturen – Medien (10 LP)
Fachlicher Wahlpflichtbereich (10 LP)
Eines der folgenden drei Module muss absolviert werden:
Modul 5: Vertiefung Wahrnehmung – Imagination – Körper (10 LP)
Modul 6: Vertiefung Techniken – Praktiken – Materialisierungen (10 LP)
Modul 7: Vertiefung Wissen – Strukturen – Medien (10 LP)
Überfachlicher Wahlpflichtbereich für andere Bachelorstudiengänge
Modul 10: Perspektiven der Kulturwissenschaft (10 LP)
Einführungsmodul: Theorien – Methoden – Kanon
Das Modul führt exemplarisch in die Gegenstände und Arbeitsmethoden des Studienganges ein. Die Studierenden haben Einsicht erhalten in die theoretischen Grundlagen und in zentrale Diskurse der Kulturwissenschaft. In der Lektüre kanonischer Texte des Faches haben sie sich den Zugang zu zentralen kulturtheoretischen Begriffen und Konzepten erarbeitet, die in historische und systematische Zusammenhänge gestellt und beispielhaft in der Analyse kultureller Artefakte und Strukturen erprobt werden. Neben der Fähigkeit zur kritischen Analyse haben sich die Studierenden die allgemeinen und spezifischen Arbeitstechniken des Studienganges angeeignet (Lesen, Recherchieren, Problematisieren, Präsentieren, Argumentieren, wissenschaftliches Schreiben unterschiedlicher Textsorten) und an Beispielen geübt.
Modul 1: Texte – Bilder – Dinge
Ausgehend von der vertieften Kenntnis der theoretischen Grundlagen des Faches haben die Studierenden den systematischen Überblick über das Spektrum kulturwissenschaftlich relevanter Themen und Forschungsgegenstände erweitert. Sie haben sich die Fähigkeit angeeignet, diese Objekte (Texte, Bilder, Dinge) entsprechend ihrer Materialität und Medialität historisch und systematisch genau zu erfassen, zu differenzieren, zu klassifizieren, zu analysieren und zu interpretieren. Das Instrumentarium der Techniken und Methoden zur Analyse konkreter kultureller Artefakte wurde im wissenschaftlichen Umgang mit ihnen erprobt und ausgebaut.
Modul 2: Wahrnehmung – Imagination – Körper
Das Modul orientiert auf eine intensive Auseinandersetzung mit wesentlichen Aspekten der Kulturgeschichtsschreibung sowie mit zentralen Konzepten der Kulturtheorie unter Einbeziehung aktueller interdisziplinärer Ansätze. Die Kenntnisse werden in der Lektüre klassischer und neuerer Texte des kulturwissenschaftlichen Diskurses vertieft. Die Studierenden sind in der Lage, konstitutive Aspekte des Kulturbegriffes zu reflektieren, unterschiedliche kulturtheoretische Ansätze kritisch zu vergleichen und in übergreifende historische und systematische Zusammenhänge einzuordnen.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 3: Techniken – Praktiken – Materialisierungen
Die Studierenden haben die fachspezifischen Kenntnisse über die Strukturen von Kulturen des Wissens sowie über die Differenzierung von Wissenstypen (explizites, implizites, unbewusstes, prekäres, normatives Wissen) erweitert. Sie haben die Fähigkeit vertieft, Transformationsprozesse von Wissen und Wissenschaft zu erkennen und kritisch hinsichtlich der technisch-medialen, kulturellen, sozialen und politischen Wirkungen zu diskutieren.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 4: Wissen – Strukturen – Medien
Das Modul vermittelt grundlegende Einsichten in die konstitutive Funktion von Wissen für die Herausbildung, Stabilisierung und Weiterentwicklung von Kulturen: Kulturen werden aus Wissen generiert und Kulturen generieren wiederum selbst Wissen. Die Studierenden haben Kenntnisse über die Strukturen von Kulturen des Wissens sowie über die Differenzierung von Wissenstypen (explizites, implizites, prekäres, normatives Wissen) erworben. Sie verfügen über die Fähigkeit, Transformationsprozesse von Wissen und Wissenschaft zu erkennen und kritisch hinsichtlich der technisch-medialen, kulturellen, sozialen und politischen Wirkungen zu diskutieren. In diesem argumentativen Prozess verfeinern sie ebenso ihre Fertigkeiten in der Beherrschung der Techniken der mündlichen und schriftlichen Präsentation.
Modul 5: Vertiefung Wahrnehmung – Imagination – Körper
Das Vertiefungsmodul baut auf dem Modul „Wahrnehmung – Imagination – Körper“ auf und vertieft die darin gewonnenen historisch und systematisch fundierten Kenntnisse zu den vielfältigen und komplexen Verhältnissen, denen der Körper des einzelnen Individuums wie der sozialer Gemeinschaften unter der Matrix der Kultur unterliegt. Die Studierenden haben Kenntnisse zu Konzepten der Wahrnehmung, zur historischen Anthropologie, zur kulturwissenschaftlichen Ästhetik, zu den Geschlechterverhältnissen und zur Geschichte des Sexualität erworben. Sie haben sich in exemplarischen Analysen die Fähigkeit angeeignet, kulturelle Phänomene hinsichtlich der Kategorie des Körpers und der damit verbundenen Mechanismen von Herrschaft und Normierung zu untersuchen und die kulturellen, sozialen und politischen Wirkungen kritisch zu diskutieren. In diesem argumentativen Prozess verfeinern sie ebenso ihre Fertigkeiten in der Beherrschung der Techniken der mündlichen und schriftlichen Präsentation.
Modul 6: Vertiefung Techniken – Praktiken – Materialisierungen
Das Vertiefungsmodul baut auf dem Modul „Techniken – Praktiken – Materialisierungen“ auf und vertieft die darin vermittelten historisch und systematisch fundierte Kenntnisse von kulturellen Handlungsformationen. Die Studierenden haben einen Einblick in das vielschichtige Spektrum dieser Formationen erworben, die sowohl die Ebene der direkten Lebenswelt (Kulte, Rituale, Performances) als auch deren institutionelle, bauliche, maschinelle oder ökonomische Realisierung umfasst, und sich mit dem zentralen Konzept der Kulturtechniken vertraut gemacht. In der Analyse konkreter kultureller Phänomene haben die Studierenden ihre Fähigkeit geschult, Sedimentationen von Kultur als wiederkehrende und normierende Formationen sichtbar und beschreibbar zu machen und sie zugleich in übergreifende theoretische und historische Zusammenhänge zu stellen und kritisch zu befragen. In diesem argumentativen Prozess verfeinern sie ebenso ihre Fertigkeiten in der Beherrschung der Techniken der mündlichen und schriftlichen Präsentation.
Modul 7: Vertiefung Wissen – Strukturen – Medien
Das Vertiefungsmodul baut auf dem Modul „Wissen – Strukturen – Medien“ auf und vertieft die dort entwickelten Einsichten in die konstitutive Funktion von Wissen für die Herausbildung, Stabilisierung und Weiterentwicklung von Kulturen: Kulturen werden aus Wissen generiert und Kulturen generieren wiederum selbst Wissen. Die Studierenden haben Kenntnisse über die Strukturen von Kulturen des Wissens sowie über die Differenzierung von Wissenstypen (explizites, implizites, prekäres, normatives Wissen) erworben. Sie verfügen über die Fähigkeit, Transformationsprozesse von Wissen und Wissenschaft zu erkennen und kritisch hinsichtlich der technisch-medialen, kulturellen, sozialen und politischen Wirkungen zu diskutieren. In diesem argumentativen Prozess verfeinern sie ebenso ihre Fertigkeiten in der Beherrschung der Techniken der mündlichen und schriftlichen Präsentation.
Modul 8: Exemplarische Studien
Die Studierenden bearbeiten eigenständig aktuelle Fragen und Problemfelder der Kulturwissenschaft und präsentieren ihre Ergebnisse in einer selbst gewählten Form. Die Studierenden üben sich in Fertigkeiten der selbstständigen Projektkonzeption und –durchführung und vertiefen ihre Fähigkeiten in den Techniken wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens. Sie sind in der Lage, kooperativ mit anderen Studierenden zusammenzuarbeiten und die Vorgehensweisen und Ergebnissen der Studien konstruktiv zu diskutieren.
Modul 9: Abschlussmodul
In der Bachelorarbeit weisen die Studierenden durch die schriftliche Bearbeitung einer Problemstellung aus den Arbeitsfeldern der Kulturwissenschaft ihre Befähigung zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten nach. Die Studierenden haben ihre Fähigkeiten zur Selbstorganisation des eigenverantwortlichen und wissenschaftlichen Arbeitens vertieft und die Beherrschung der schriftlichen Kommunikations- und Präsentationstechnik vervollkommnet.
Masterstudiengang Kulturwissenschaft
Ziel des Masterstudiums Kulturwissenschaft ist der Erwerb einer vertieften und spezialisierten Kompetenz im historisch-materialorientierten Umgang mit kulturellen Phänomenen sowie die forschungsbasierte Vermittlung von Theorien und Methoden der Kulturwissenschaft und Kulturgeschichte. Entscheidender Bestandteil des Masterstudiums ist das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten. Dabei wird die Fähigkeit zur methodisch reflektierten Beurteilung auch neuer Problemlagen erlangt.
Der Masterstudiengang Kulturwissenschaft hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und führt zum Master of Arts (M.A.). Die Immatrikulation setzt den erfolgreiche Abschluss eines Bachslorstudiums, mindestens aber der Nachweis von 150 ETCS-Credits bzw. Leistungspunkten im aktuellen Bachelorstudium voraus und erfolgt nur zum Wintersemester. Die aktuelle Studien- und Prüfungsordnung mit den Modulbeschreibungen und dem empfohlenen Studienverlaufsplan wurde 2014 in den Amtlichen Mitteilungsblättern der HU eröffentlicht.
Der Studienumfang beträgt im Masterstudiengang Kulturwissenschaft beinhaltet Module im Umfang von insgesamt 120 LP.
Pflichtbereich (95 LP)
Modul 1: Berliner Kulturwissenschaft (10 LP)
Modul 2: Kulturgeschichte und Kulturtheorie (10 LP)
Modul 3: Kulturen des Wissens: Wissens- und Wissenschaftsgeschichte (10 LP)
Modul 4: Kulturen der Differenz: Historische Anthropologie und Geschlechterforschung (10 LP)
Modul 5: Kulturwissenschaftliche Ästhetik und Kulturtechniken (10 LP)
Modul 8: Exemplarische Studien (15 LP)
Modul 9: Abschlussmodul (30 LP)
Fachlicher Wahlpflichtbereich (15 LP)
Modul 6: Vertiefung I: Geschichte – Theorie – Wissen, (15 LP)
Modul 7: Vertiefung II: Anthropologie – Ästhetik – Kulturtechnik, (15 LP)
Es ist eines der beiden Module zu wählen.
Überfachlicher Wahlpflichtbereich (10 LP)
Modul 1: Berliner Kulturwissenschaft
Dieses Modul führt umfassend in die spezifischen Arbeitsfelder und Methoden der Berliner Kulturwissenschaft ein. Die Studierenden haben ihre Grundkenntnisse der Kulturgeschichte und Kulturtheorie vertieft und verstärkt Einsicht in systematische, methodologische und historische Aspekte kulturwissenschaftlicher Forschung in der Analyse konkreter Untersuchungsgegenstände gewonnen. Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen Kenntnissen analytischer Methoden wissenschaftliche Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 2: Kulturgeschichte und Kulturtheorie
Das Modul orientiert auf eine intensive Auseinandersetzung mit wesentlichen Aspekten der Kulturgeschichtsschreibung sowie mit zentralen Konzepten der Kulturtheorie unter Einbeziehung aktueller interdisziplinärer Ansätze. Die Kenntnisse werden in der Lektüre klassischer und neuerer Texte des kulturwissenschaftlichen Diskurses vertieft. Die Studierenden sind in der Lage, konstitutive Aspekte des Kulturbegriffes zu reflektieren, unterschiedliche kulturtheoretische Ansätze kritisch zu vergleichen und in übergreifende historische und systematische Zusammenhänge einzuordnen.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 3: Kulturen des Wissens: Wissens- und Wissenschaftsgeschichte
Die Studierenden haben die fachspezifischen Kenntnisse über die Strukturen von Kulturen des Wissens sowie über die Differenzierung von Wissenstypen (explizites, implizites, unbewusstes, prekäres, normatives Wissen) erweitert. Sie haben die Fähigkeit vertieft, Transformationsprozesse von Wissen und Wissenschaft zu erkennen und kritisch hinsichtlich der technisch-medialen, kulturellen, sozialen und politischen Wirkungen zu diskutieren.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 4: Kulturen der Differenz: Historische Anthropologie und Geschlechterforschung
Das Modul orientiert auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Aspekten der historischen Anthropologie und der Geschlechterforschung. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Ordnungsmustern und Normierungsprozessen, die kulturelle Differenzen erzeugen, dabei interessieren insbesondere die Interdependenzen von gender/Geschlecht, race/Ethnizität und sozialer Schicht/Klasse. Die Studierenden haben ihre Kenntnis zentraler Konzepte der Historischen Anthropologie und der Geschlechterforschung vertieft und die dabei gewonnenen analytischen Fähigkeiten in der Untersuchung und kritischen Diskussion historischer und aktueller Phänomene in ihren kulturellen, politischen und sozialen Dimensionen erprobt.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 5: Kulturwissenschaftliche Ästhetik und Kulturtechniken
Das Modul orientiert zum einen auf eine intensive Auseinandersetzung mit den kulturwissenschaftlichen Arbeitsfeldern einer allgemeinen Ästhetik, die von der Erkenntnis ausgeht, dass Kultur verkörpert wird und insofern Subjektformationen bildet. In dieser Hinsicht steht die Untersuchung von ästhetischen Wahrnehmungs- und Bewertungsschemata sowie die Auseinandersetzung mit den performativen und gestaltenden Dimensionen kultureller Prozesse im Mittelpunkt. Zum anderen wird in diesem Modul die Aufmerksamkeit auf die Erforschung der Kulturtechniken gelenkt, die in besonderer Weise die Teilhabe der Individuen an Kultur garantieren. Neben den Kulturtechniken im engeren Sinne (Lesen, Schreiben, Rechnen) werden auch Techniken des Körpers und des Selbst in den Bereich der Untersuchungen einbezogen. Die Studierenden haben in diesem Modul ihre Kenntnis zentraler Begriffe der Ästhetik sowie des Konzepts der Kulturtechniken vertieft und die dabei gewonnenen analytischen Fähigkeiten in der Untersuchung und kritischen Diskussion ausgewählter Phänomene erprobt.
Die Studierenden können aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 6: Vertiefung I: Geschichte – Theorie – Wissen
Das Modul basiert auf den Modulen 2 und 3 und vertieft die dort entwickelten Kenntnisse in Kulturtheorie, Kulturgeschichte und Wissensgeschichte. Die Studierenden haben sich in einem der Wissensfelder einen eigenen Schwerpunkt erarbeitet, in dem sie aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 7: Vertiefung II: Anthropologie – Ästhetik – Kulturtechnik
Das Modul basiert auf den Modulen 4 und 5 und vertieft die dort entwickelten Kenntnisse in Historischer Anthropologie, Geschlechterstudien, kulturwissenschaftliche Ästhetik und der Analyse von Kulturtechniken. Die Studierenden haben sich in einem der Wissensfelder einen eigenen Schwerpunkt erarbeitet, in dem sie aufbauend auf den erworbenen historischen und wissenschaftlichen Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten weiterführende Fragestellungen eigenständig bearbeiten, auswerten und darstellen. Sie sind in der Lage, sich selbstständig mit den relevanten Forschungsproblemen zu befassen und in eigenen Studienschwerpunkten zur Anwendung zu bringen.
Modul 8: Exemplarische Studien
Das Modul dient der Durchführung eigenständiger wissenschaftlicher Arbeiten und der Setzung eines individuellen Schwerpunktes, in dem die bisher erworbenen fachlichen und methodischen Kenntnisse vertieft werden. Das Modul bietet Raum für – auch von Studierenden selbst initiierte – Studienprojekte, in denen Fähigkeiten in der konzeptionellen Erarbeitung, Organisation, Realisierung und Darstellung erworben werden. Die Studierenden sind in der Lage, ein größeres Thema und Arbeitsthesen zu entwickeln, interdisziplinär angelegte Arbeitsberichte zu erstellen und abschließend die Arbeitsergebnisse in unterschiedlichen medialen Formaten zu präsentieren.
Modul 9: Abschlussmodul
Mit der Masterarbeit wird das Masterstudium abgeschlossen. Ziel der Masterarbeit ist es, in einem frei gewählten kulturwissenschaftlichen Themenfeld die Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten unter Beweis zu stellen. Während der Bearbeitungszeit nehmen die Studierenden an einem Forschungscolloquium teil, um das Konzept ihrer Arbeit vorzustellen und offene Fragen zu diskutieren. Das Modul wird mit der Verteidigung der Masterarbeit vor den Gutachterinnen und Gutachtern abgeschlossen.
Beratungsangebot
Studienfachberatung
Gerne gerät Sie die Studienfachberatung, wenn Sie
- mit Ihrer Studienorganisation Schwierigkeiten haben
- unsicher sind über die Anerkennung von Leistungen
- innerhalb Ihres Studiums Probleme aufgetreten sind.
Für die Beratung im Bachelorstudiengang wenden Sie sich bitte an Holger Brohm, für die Beratung im Masterstudiengang an Dr. Julia Erdogan.
Studienbroschüren
Die Einführungstutorien des Bachelorstudiengangs verwenden zur Einführung in das kulturwissenschaftliche Arbeiten einen Reader, der sich an einer früheren Zusammenstellung von Sven Angene, Camille Buscot, Undine Mothes und Ulrike Wagener aus dem Jahr 2017 orientiert und 2020 von Neela Janssen, Miriam Machein, Jonathan Wilby und Sofie Fingado neu zusammengestellt, überarbeitet und ergänzt wurde. Älter, aber nach wie vor hilfreich ist das 2008 von Christian Kassung und Christine Schnaithmann verfasste Handbuch für Kulturwissenschaften mit mit vielen Tipps und Techniken für das Studium.
Informationen für Erstsemester
Herzlich willkommen im Studium der Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin! Am Anfang Ihres ersten Semesters stehen meist eine Reihe offener Fragen. Vieles wird sich in den ersten Lehrveranstaltungen, in Gesprächen mit den Mitstudierenden und durch die dringend empfohlene Konsultation der Studien- und Prüfungsordnung ergeben. Eine Reihe wichtiger Anworten haben wir in unserer FAQ zusammengetragen.
Außerdem findet am Anfang des Wintersemesters eine Einführungsveranstaltung für neue Studierende statt, in denen ein Überblick über die wichtigsten Punkte gegeben wird, die beim Studienverlauf zu beachten sind. Bei weiteren Fragen können Sie sich an die Studienfachberater*innen wenden.
Aktuelle Fristen
Die wichtigsten Fristen für Ihre Studienplanung finden Sie unter Aktuelles. Auf den Webseiten der HU können sie sich über die jeweils aktuellen Vorlesungs- und vorlesungsfreien Zeiten, Feiertage, Dies Academicus sowie die Bewerbungsfristen informieren.
Prüfungen
Alle gültigen und offiziellen Formulare und Informationen zu den Prüfungsmodalitäten finden Sie auf der Webseite des Prüfungsbüros Archäologie, Kulturwissenschaft, Gender Studies. Die Studien- und Prüfungsordnungen finden Sie nachfolgend:
Fachschaft
Die Fachschaftsinitiative ist ein lockerer Zusammenschluss von Studierenden für Studierende, die Lust haben, ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen in den hochschulpolitischen Gremien zu vertreten und Veranstaltungen wie zum Beispiel Stammtische und Sommerfeste organisieren.
Es gibt eine Facebook-Gruppe für Kulturwissenschaft, die auch einen aktuellen Newsfeed pflegt. Alternativ findet ihr die Fachschaft auf Instagram.
Projekttutorien
Ein Projekttutorium ist eine von Studierenden geplante und geleitete Lehrveranstaltung, die wissenschaftliche und praxisorientierte Fragestellungen eigenständig behandelt. Es ist ein Raum für neue Lehrmethoden, interdisziplinäre Ansätze und selbstorganisierte Arbeit. Die Leitung eines Projekttutoriums ist mit einem Vertrag als freie*r Mitarbeiter*in für ein Semester verbunden. Teilnahme und Leitung stehen Studierenden vieler Fachrichtungen offen und fördern selbstständiges Arbeiten, Teamarbeit und projektorientiertes Lernen.
Erasmus+
Das Studium eines Fachs wie Kulturwissenschaft ist ohne eine internationale Komponente schlicht undenkbar. Deswegen raten wir unseren Studierenden, sich zum einen über aktuelle internationale Fachdebatten zu informieren und gleichzeitig auch ein aktives Studium mit internationaler Komponente zu betreiben. Die Humboldt-Universität bietet diverse Möglichkeiten, im Ausland zu studieren und sich ausländische Studienleistungen für das Studium anerkennen zu lassen.
Die bekannteste Möglichkeit (u.a. mit finanzieller Förderung) ins Ausland zu gehen, ist das Erasmus-Programm. Studienmöglichkeiten im nicht-europäischen Ausland bestehen ebenfalls, etwa die HU-weiten Stipendien für Nordamerika-Austausche und andere strukturierte Programme, zu denen sie sich auf den Seiten des International Office der HU informieren können.
Wenn Sie sich für einen Austausch über Erasmus interessieren, empfehlen wir ihnen die Lektüre der aktuellen Erasmus-Broschüre der HU. Informieren Sie sich weiter über die Fristen und Prozesse der Bewerbung in FAQ des Instituts.
Formulare
BA Nachweise und Informationen zur Prüfungsanmeldung
- Lehrveranstaltungsnachweis Bachelor Kulturwissenschaft (StPo 2014)
- Nachweis über den üWP (PO 2014)
- Nachweis für anderweitig erbrachte Leistungen
- Formular zur Krankmeldung
- Eigenständigkeitserklärung
MA Nachweise
- Lehrveranstaltungsnachweis Kulturwissenschaft (StPo 2014)
- Nachweis über den üWP (PO 2014)
- Nachweis Praktikum/Projektmodul
- Nachweis für anderweitig erbrachte Leistungen
- Formular zur Krankmeldung
- Eigenständigkeitserklärung
Bewerbung
Auf der Internetseite der Humboldt-Universität können sie sich über das Bewerbungsverfahren sowie über die Bewerbungsfristen informieren. Studieninteressierte mit einer nicht in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung (vergleichbar dem Abitur) werden gebeten, sich rechtzeitig vorab an das International Office zu wenden, um sich nach den spezifischen Bewerbungsmodalitäten zu erkundigen.
- Internationale Bewerber*innen müssen nachweisen können (Sprachzertifikat), dass sie der deutschen Sprache mächtig sind.
- Hinweise zum Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin finden sich unter https://www.hu-berlin.de/de/studium.
- Hinweise zum Bewerbungsverfahren allgemein finden Sie unter https://www.hu-berlin.de/de/studium/bewerbung/bewerbung-und-zulassung, https://www.hu-berlin.de/de/studium/compass/wie-bewerbe-ich-mich und https://studienplatz.hu-berlin.de/ (hier gibt es auch einen einfache Art zu überprüfen, welche Art der Bewerbung für sie in Frage kommt).
- Bewerbungsfristen: https://www.hu-berlin.de/de/studium/bewerbung/fristen.
- Die Bewerbung für das 1. Fachsemester des Bachelorstudiengangs Kulturwissenschaft ist zulassungsbeschränkt. Die Bewerbungsfrist endet entsprechend früh (meistens im Mai). Falls sie bereits einen anderen Masterstudiengang begonnen haben und sich ins höhere Fachsemester bewerben wollen, gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Konsultieren sie bitte die FAQ Seite für mehr Informationen.
- Wichtig: Es gibt unterschiedliche Verfahren für Bewerber*innen mit unterschiedlichen Hintergründen und Abschlüssen (grob wird zwischen Bildungsinländer*innen und internationalen Studierende unterschieden).
- Bitte informieren Sie sich auch eingehend über die Schwerpunkte und Professuren des Fachs und beachten Sie die speziellen Zulassungsbedingungen des hiesigen Masterstudiengangs Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (MA Kulturwissenschaft), siehe FAQ.
- Zu Fragen der Bewerbung für einen Masterstudienplatz besuchen Sie bitte diese Seite: https://www.hu-berlin.de/de/studium/bewerbung.