Lehr- und Forschungsgebiete
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Kulturwissenschaftliche Filmforschung mit Schwerpunkt Gender
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Kulturen des Wissens
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Transkulturelle Geschichte des Judentums
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Historische Anthropologie und Geschlechterforschung
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Kulturgeschichte
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Gestaltung und Wissensgeschichte
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Kulturwissenschaftliche Ästhetik und Kulturtheorie
" class="img-fluid d-block w-100 object-fit-cover">Kulturtechniken und Wissensgeschichte
Forschungsprofil
Die Berliner Kulturwissenschaft widmet sich in Forschung und Lehre der Beschreibung und Analyse kultureller Phänomene. Obwohl dabei ein Kulturbegriff zugrunde gelegt wird, der die Differenz, und nicht die Einheit kultureller Phänomene betont und dabei ausdrücklich auch außereuropäische Perspektiven miteinbezieht, versteht sich die Berliner Kulturwissenschaft gerade nicht als heterogenes Konglomerat von Fächern. Vielmehr ist sie einer multiperspektivischen, aber kohärenten Methodik verpflichtet, die im Singular »Kulturwissenschaft« zum Ausdruck kommt.
Angesichts des allgemeinen Trends zur Kulturalisierung, der unsere Gegenwartsgesellschaften auszeichnet, besitzt kulturwissenschaftliche Forschung besondere Relevanz. Die Berliner Kulturwissenschaft nähert sich ihren Gegenständen ebenso aus kulturhistorischer wie -theoretischer Perspektive, wobei sie Kulturtheorien im Kontext ihres theoriegeschichtlichen Schwerpunkts ihrerseits historisiert. Historisierung – als historische Genealogie verstanden – dient dabei mittelbar einem besseren Verständnis unserer Gegenwart. Das Forschungsprofil des Fachs ist entsprechend durch drei Schwerpunkte geprägt:
- Wissensforschung, d.h. Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, die sich ebenso für die Natur- und Geisteswissenschaften wie für Formen von implizitem, unbewusstem, subversivem oder marginalisiertem Wissen interessieren;
- Kulturgeschichte des Politischen, die sich mit den Entstehungs-, Praxis-, Organisations-, und Erscheinungsformen des Politischen im Widerstreit mit der Politik beschäftigt;
- Medientheorie und -geschichte, die in engem Austausch mit dem Exzellenzcluster Matters of Activity in einer post-digitalen Perspektive auch analoge Medien miteinbeziehen.
Zwischen diesen strukturell und thematisch längerfristig angelegten Profilbildungen sind aktuell folgende Querschnittsthemen und Forschungsschwerpunkte etabliert: Theoriegeschichte, dekoloniale Perspektiven, sensible Sammlungen, Widerstands- und Gewaltgeschichte, Geschichte der politischen Philologie, Kulturtechnikforschung, Geschichte der Technowissenschaften, transkulturelle jüdische Geschichte, politische Philosophie und body politics im kolonialen Kontext, psychoanalytische Kulturwissenschaft, historische Anthropologie, Geschlechter-, Körper- und Sexualitätsgeschichte, Geschichte und Theorien der Biopolitik, intersektionale Analytiken von Subjektivierungsweisen, Grenz- und Raumforschung, Rassismus- und Antisemitismusgeschichte, Memorialkulturen, Emotionsgeschichte, (Anti-)Emanzipationsbewegungen, kulturwissenschaftliche Filmforschung und filmische Praxis.
Kooperationen
Ein zentrales Anliegen der Berliner Kulturwissenschaft ist die die öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion von akademischer Wissensproduktion. Der gesellschaftliche Transfer findet durch ein breites Publikationsspektrum und zahlreiche Kooperationen inner- und außerhalb des Berliner Raums statt. Wichtige Orte sind Tieranatomisches Theater, Humboldt Labor im Humboldt Forum, Jüdisches Museum, Bodemuseum, Kino Arsenal, Haus der Kulturen der Welt, Dresdener Hygienemuseum. Hinzu kommen Ausstellungsprojekte, kuratierte Filmreihen und eigene filmische Produktionen – und nicht zuletzt regelmäßige Beiträge in Rundfunk, Fernsehen und Presse.
Kulturwissenschaft stellt inneruniversitär, aber auch darüber hinaus, einen interdisziplinären Knotenpunkt dar. Das fachliche Netzwerk umspannt nicht nur das Verhältnis von Geschichte und Theorie, Natur- und Geisteswissenschaften, europäischen und außereuropäischen Kulturen. Es vernetzt zudem – sowohl auf der intra- als auch auf der inter- und transinstitutionellen Ebene – durch eine Vielzahl von Kooperationen unterschiedlichste kulturwissenschaftliche Ansätze und Positionen. Zu nennen sind hier beispielsweise die Kooperationen mit dem Exzellenzcluster Matters of Activity, Humboldt-Forum, Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS), Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterforschung (ZTG), Zentrum für Kulturtechnik (HZK), Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL), Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI), Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse e.V. (BIPP) oder die International Psychoanalytic University (IPU).